Offenbarung 12, 1-6.


 Off. 12: Die ersten sechs Verse.              ( Eine Bildbetrachtung.)

 

1 Und ein großes Zeichen erschien im Himmel: Eine Frau, bekleidet mit der Sonne, und der Mond

war unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt ein Kranz von zwölf Sternen.

 

2 Und sie ist schwanger und schreit in Geburtswehen und in Schmerzen und soll gebären.

 

3 Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel: und siehe, ein großer, feuerroter Drache, der sieben Köpfe und zehn Hörner und auf seinen Köpfen sieben Diademe hatte;

 

4 und sein Schwanz zieht den dritten Teil der Sterne des Himmels fort; und er warf sie auf die Erde. Und der Drache stand vor der Frau, die im Begriff war, zu gebären, um, wenn sie geboren hätte, ihr Kind zu verschlingen.

 

5 Und sie gebar einen Sohn, ein männliches Kind, der alle Nationen hüten soll mit eisernem Stab; und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und zu seinem Thron.

 

6 Und die Frau floh in die Wüste, wo sie eine von Gott bereitete Stätte hat, damit man sie dort

ernähre 1260 Tage.

                                                                                * * *

 Wenn wir jetzt Off. 12, 1-6 lesen,  dann haben wir schon einen gewissen Eindruck von dem, was da steht.  Der Text ist aber keine Literatur:   Zeit, Ort und Handlung bilden keine Einheit.

 

1. Ein Bild: Die von Gott geadelte Mutter Jesu, die Mutter der Kirche.

2. Maria in Geburtswehen in Betlehem.

3. Ein Bild: Der Drache mit den sieben Häuptern und sieben Diademen.

4. a: Der Drache wirft den dritten Teil der Sterne auf die Erde.

    b: Der Drache will ihr Kind verschlingen.

5. Jesus wird geboren und (nach einigen Jahren) in den Himmel entrückt.

6. Die Frau flieht in die Wüste und wird dort ernährt 1260 Tage.

 

Die Verse 1 und 2 brauchen keinen Kommentar mehr.                                 (Siehe B)

 

Vers 3: Der Gegenspieler der Frau wird vorgestellt:  Satan, der Drache.   (Siehe C)

 

Vers 4a:    Die Bedeutung der Sterne ist uns bereits bekannt: Das sind die Kinder Israels.

Die Sterne am Himmel?  Die Kinder Israels sind von Geburt an im Buch des Lebens eingetragen.

Sie sind ja Gottes Volk. -  Bei uns ist das anders. Wir sind erst im Buch des Lebens eingetragen,

wenn wir uns für Jesus entschieden haben.

Wenn nun Sterne auf die Erde geworfen werden, dann werden sie im Buch des Lebens ausgestrichen.

Sie haben sich gegen Gott entschieden.

 

Wer aber ist der Schwanz des Drachens?

Einer ist der Kopf und einer ist der Schwanz. Einer ist der Planer und einer ist der Ausführende: Und das ist der falsche Prophet. In Off 13 ist das das Tier aus der Erde.  Ein Lamm mit zwei Hörnern.  Er verführt die Menschen "mit seinen zwei Hörnern".

 

Er hat keine eigene Kraft.   Aber wenn er autorisiert wird von den Engeln, den Göttern, dann kann er immer Menschen finden,  die 1.) die Lüge verbreiten, und Menschen,  die 2.) die Lüge mit Gewalt unterstützen.  Das sind die zwei Hörner.

Israel hat sich oft fremden Göttern zugewandt, die dann in Israel Unheil anrichten konnten. Und so gingen dann viele Israelis ihrem Gott verloren. Und wie wir hier lesen können: etwa 1/3 des Volkes. Dieser falsche Prophet ist auch bei uns sehr erfolgreich.

 

 Vers 4b:    Wir werden hier erinnert an den Kindermord zu Bethlehem. Die Familie Jesu ist nach Ägypten geflohen.

 

Vers 5: Jesus erfüllt seinen Dienst für uns, stirbt, geht zu den Toten, erlebt die Auferstehung und geht zum Vater.

 

Vers 6: Wir befinden uns jetzt in der Mitte der Apokalypse. Bis zu ihrem Ende sind es noch 1260 Tage = 3 ½ Jahre.  Wie wir noch sehen werden, werden Maria und Israel während dieser Zeit

in der Wüste bewahrt.

                                                                                * * *

 

                                                                                                            Feb. 2015, deFrohna.

 

 

Jetzt wollen wir noch sehen, wie Maria, die Mutter Gottes, im katholischen Raum dargestellt wird.

Dazu eine Marienstatue aus Mainz: 

 


An den Attributen dieses Bildes können wir leicht erkennen, dass die Bedeutung des Bildes

nach Off 12 stark erweitert worden ist.

 

„Gekleidet mit der Sonne“ wird hier dargestellt, als würden die Sonnenstrahlen von der Frau ausgehen und reiche Ernte bewirken:  Getreide, Wein und Rosen. 

 

„Der Kranz mit zwölf Sternen“ ist zu einer Herrscherkrone geworden.  Jesus, das Baby, hält den Reichsapfel in seinem Arm.  

 

„Der Mond zu ihren Füßen“ wird ergänzt durch die Erdkugel und die Schlange.

 

Damit wird Maria, die Mutter Gottes, zur Herrscherin über die Welt und über das Böse, sie wird zu einer Lichtgestalt.   Ihr Sohn Jesus ist "nur" das Baby.

 

Das ist kaum noch das Bild aus Off.12.    Aber ist sie nur „das Mädchen vom Lande“,

wie die Protestanten sie häufig sehen?

 

Nun, der Engel, der Maria besucht hat, um ihr von der Geburt des Messias zu kündigen, hat sie begrüßt wie eine Fürstin. Für ihn ist sie somit eine herausragende Persönlichkeit wie etwa Sara, die Frau von Abraham.  Und damit auch für uns.

Und mehr noch:     Unsere Beziehung zu Gott wird bewirkt durch Jesus.     Maria aber kann Privataudienz erhalten,  - wie Mose auch.



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